Am Freitag, den 12. Jänner 2012 fand die 90. Vollversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Maria Neustift im Gasthaus Großbichler statt. Dabei wurde auf ein arbeitsreiches Jahr 2011 zurückgeblickt. So wurden 2011 für den Betrieb der Feuerwehr 8249 Stunden aufgewendet. Die Einsatzstatistik fällt mit insgesamt 48 Einsätzen, davon 6 Brandeinsätzen im Vergleich zum Vorjahr eher gering aus. Insgesamt wurden für Einsätze 644 Mannstunden aufgewendet. Den größten Aufwand galt es in Form der 90. Jahr Feier zu bewältigen, in deren Zuge auch die Indienststellung des neuen Kommandofahrzeuges (KDOF) durchgeführt wurde. Letzteres dient neben dem Feuerwehrdienstlichen Betrieb, dem Roten Kreuz als Transportmittel für die Benützer der Tagesheimstätte in Maria Neustift, wodurch ein entsprechender Umbau getätigt werden musste. Ein weiterer großer Anteil fällt auf den Ausbau des Kammeradschaftsraumes im Feuerwehrhaus. An dieser Stelle herzlichen Dank an Erich Hornbachner der die dazu nötigen Tischlereiarbeiten durchführte.
Geheimhaltung war bei dieser Übung angesagt. Da unser Feuerwehrarzt Dr. Urban Schneeweiß in seiner Funktion als Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes über den Inhalt von Übungen immer schon im Voraus Bescheid weiß, sollte diese Übung als besonderes Highlight eine zweite Station enthalten, welche auch Dr. Schneeweiß überraschen und fordern sollte.
Nachdem es im ersten Teil der Übung in Sulzbach zu einem Verkehrsunfall gekommen war und es hier galt mehrere schwerverletzte Personen aus einem am Dach liegenden Auto zu bergen und zu versorgen, führte der zweite Teil der Übung zum Gasthaus Schaupp in Maria Neustift.
Das Kennenlernen des neuen Gebäudes im Ortszentrum stand im Mittelpunkt der zweiten Zugsübung im November. Das Haus ist eine Kombination aus Wohnbau und Gastronomie und stellt dadurch doch nicht alltägliche Anforderungen. Simuliert wurde ein Kellerbrand im Wohnbereich des Hauses. Das richtige Vorgehen durch den Atemschutztrupp in Kombination mit einer, im Einsatzfall notwendigen raschen Evakuierung alle Bewohner, und das Rauchmanagement standen im Vordergrund dieser Übung. Im Anschluss wurde der Brandschutzplan gemeinsam besprochen, sowie die technischen Brandschutzeinrichtungen (Rauch- und Wärmeabzugsanlage, etc.) und das Verhalten bei einer möglichen Personenbefreiung aus dem Lift besprochen.
Fahrzeugbergung - für den Winter gerüstet
Montag, 07. November 2011 um 17:09 Uhr
Fahrzeugbergung zählen erfahrungsgemäß zu den häufigsten Einsätzen in den Wintermonaten - deshalb stand dieses Thema bei der ersten Zugsübung im November auf dem Programm. Nach kurzen theoretischen Einführung zum technischen Einsatz im Allgemeinem wurde eine Einsatzübung durchgeführt, bei welcher ein PKW geborgen werden musste - eine, aufgrund der Unfallsituation, herausfordernde, Aufgabe. Abschließend wurden die mögliche Alternativen bei Anschlagmittel, Bergungstechnik und Bergungsgerätschaften besprochen sowie die Rahmenbedinungen notwendigen für eine Fahrzeugbergung im Feuerwehrdienst besprochen.
Herausfordernde und äußerst realistische zweite Zugsübung im Oktober. Ein Forstarbeiter fällt eine 30m hohe Fichte dirket auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug. Mehrere Personen werden verletzt. Der ersteintreffenden Besatzung des Kommandofahrzeuges bietet sich folgende Schadeslage: auf der schmalen Gemeindestraße wurde ein PKW von einer große Fichte begraben. Im Fahrzeug ist der Fahrer eingeklemmt, am Rücksitz befindet sich ein Kleinkind noch im Kindersitz angeschnallt. Ca. 20m neben der Straße liegt unterhalb einer steilen Böschung der Forstarbeiter mit einer tiefen Schnittverletzung am rechten Oberschenkel. Das Fahrzeug brennt im Frontbereich. Die Unfallstelle ist von beiden Seiten mit unbeteiligten PKWs blockiert - Passanten befinden sich im Gefahrenbereich.
Die Basisausbildung für angehende Maschinisten haben letztes Wochenende HFM Thomas Schörkhuber, OFM Michael Hornbachner und OFM Philip Rebhandl absolviert. An zwei Tagen wurden die umfangreichen und verantwortungsvollen Aufgaben eines Maschinisten in Theorie und Praxis diskutiert und umgesetzt. Die Handhabung der Tragkraftspritze stand dabei im Focus. Die drei jungen Kameraden haben beim Abschlusstest gezeigt, dass sie einiges an Wissen von dieser Ausbildung mitgenommen haben!